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Unerfüllter Kinderwunsch & Unfruchtbarkeit

Geschrieben am 14. Juli 2009

unerfuelter babzwunsch2Unfruchtbarkeit und Kinderlosigkeit gehören für viele Paare zur größten Belastung in ihrer Beziehung. Viele Paare wünschen sich Kinder, können sich diesen Wunsch aber nicht erfüllen, weil entweder die Frau oder der Mann auf normalem Weg nicht ausreichend fruchtbar sind. Inzwischen gibt es diverse Behandlungsmöglichkeiten, um den unerfüllten Kinderwunsch doch noch möglich zu machen. Angefangen von einfachen Hormonbehandlungen, bis hin zu künstlicher Befruchtung, ist alles möglich.
Bleibt trotz ungeschützten Geschlechtsverkehrs eine Schwangerschaft über mehrere Monate oder sogar Jahre aus, dann muss erst einmal untersucht werden, welche Ursachen dafür in Frage kommen. Nicht immer sind körperliche Gründe dafür verantwortlich, denn auch seelische Probleme und Stress können eine Schwangerschaft verhindern.

Definition
Von Sterilität spricht man in der Medizin bereits nach einem Jahr, wenn es nicht zur Schwangerschaft der Frau kommt. Dabei ist dieser Begriff erstmal mehr eine Beschreibung des Ergebnisses, als eine medizinische Diagnose. Für eine endgültige Diagnose und eine entsprechende Therapie muss erstmal untersucht werden, ob der Mann zeugungsunfähig oder ob die Frau unfruchtbar ist.

Ursachen
Die Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit können vielfältig sein. Männer und Frauen sind ziemlich genau  gleich häufig der Grund dafür, dass Nachwuchs ausbleibt. Umweltfaktoren spielen dabei eine große Rolle. Ebenso die Ernährung, Rauchen, Alkohol oder Drogenkonsum. Nicht selten ist auch Fettleibigkeit von Frauen ein Hindernis, da die Ovulation und der Menstruationszyklus nicht mehr richtig funktionieren.

Neben den äußeren Faktoren können natürlich auch körperliche Störungen eine Rolle spielen. Ist der Mann zeugungsunfähig, dann befinden sich in der Samenflüssigkeit zu wenige lebensfähige Spermien. Dies kann einfach und ohne großen Aufwand im Labor festgestellt werden. Mögliche Gründe hierfür sind verschiedene krankhafte Veränderungen am Hoden oder entzündliche Erkrankungen im Bereich des Hodens oder der Prostata. Auch Hormonstörungen können als Ursache in Frage kommen.
Neben Fehlbildungen von Eileitern oder Eierstöcken findet man bei der Frau ebenfalls entzündliche Erkrankungen oder hormonelle Störungen als Ursache für die Unfruchtbarkeit.

Die Behandlung von Sterilität
Welche Behandlung ein Arzt vorschlägt, hängt natürlich in erster Linie von den Ursachen der Kinderlosigkeit ab. Sind diese seelisch bedingt, so gibt es ein Angebot von Sexual- und Partnertherapien, bei denen in Gesprächen versucht wird, den Betroffenen zu helfen. Entspannungstechniken spielen hier eine große Rolle, denn gerade bei der Frau kann eine Verkrampfung im Unterleib die Empfänglichkeit verhindern.
Bei hormonellen Störungen steht eine Auswahl an Hormonpräparaten zur Verfügung, die eine erhöhte Zeugungs- oder Empfangsbereitschaft erzeugen sollen. Problem bei Hormonbehandlungen von Frauen ist immer, dass es eher zu Mehrfachschwangerschaften kommen kann.
Einige körperliche Ursachen für Sterilität können auch durch eine Operation wieder rückgängig gemacht werden.

Künstliche Befruchtung
Unter dem Namen „künstliche Befruchtung“ fast man alle Verfahren zusammen, bei dem Samen und Eizelle nicht auf dem normalen Weg des Geschlechtsverkehrs zusammen kommen.
Hier gibt es verschiedene Verfahren, deren Auswahl u.a. nach der Art der Sterilität getroffen werden muss. Es können Samen im Labor qualitativ verbessert und der Frau eingesetzt werden, es können aber auch Eizellen entnommen und im Labor mit Samen direkt befruchtet werden. Auch außerhalb des Körpers ist es möglich Samen und Eizelle zu vereinigen und später der Frau einzusetzen.
Da das Einsetzen einer Eizelle ein aufwändiges Verfahren ist, werden in der Regel mehrere befruchtete Eizellen eingesetzt, was die Wahrscheinlichkeit einer Mehrfachschwangerschaft natürlich deutlich erhöht.
Die Erfolge bei der künstlichen Befruchtung sind zwar nicht zu bestreiten, doch bleiben die Erfolgsquoten hinten der Erwartungen der kinderlosen Paare zurück. Viele von ihnen müssen nach Jahren des Hoffens und Bangens aufgeben, weil der Erfolg ausblieb. Natürlich sind solche Behandlungen sehr teuer und neben der Enttäuschung bleibt dann auch noch der finanzielle Verlust zurück, der oftmals mehrere zehntausende von Euro beträgt.
Letzte Möglichkeit ist dann noch die Adoption, um den Kinderwunsch zu erfüllen. Oder die Paare finden sich damit ab, dass ihnen Nachwuchs nicht geschenkt wird. Nicht nur einmal hat diese Entspannung, das Akzeptieren der Situation, dann dazu geführt, dass die Frau schwanger geworden ist. Nicht zuletzt dieser Umstand ist ein Beweis dafür, wie groß die psychische Komponente beim Thema Sterilität ist.

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