Schwangerschaftstest
Geschrieben am 20. Juli 2009
Einen Schwangerschaftstest machen die meisten Frauen dann, wenn das erste Mal die Menstruation ausbleibt. Heute gibt es in jeder Apotheke die entsprechenden Teststäbchen zu kaufen, die über den Urin eine vorhandene Schwangerschaft recht zuverlässig anzeigen oder eben ausschließen können. Frauen, die den Verdacht haben, ungewollt schwanger geworden zu sein und bei denen kein Babywunsch besteht, die können allerdings auch schon früher über einen Bluttest die Schwangerschaft feststellen lassen.
Es gibt je nach Schwangerschaftswoche verschiedene äußere Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können. Dazu gehören Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Veränderungen im Essverhalten mit Gewichtszunahme, Schwindelgefühle oder eine erhöhte Basaltemperatur. Weitere Symptome, die von einem Gynäkologen recht einfach erkannt werden können, sind Veränderungen an der Scheide, eine Veränderung der Brustdrüsen sowie des Warzenhofes. Auch eine vergrößerte Gebärmutter deutet auf eine bestehende Schwangerschaft hin. Ab etwa der 6. SSW kann per Ultraschall die Diagnose abgesichert werden, da zu diesem Zeitpunkt bereits die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter zu beobachten ist. Etwas später ist dann auch der Fötus zu erkennen und es sind auch schon recht früh die Herztöne des Kindes messbar.
Schwangerschaftsnachweis mit dem Urin-Test
Bereits am siebten Tag nach der Befruchtung der Eizelle kann das Hormon hCG (Human Chorionic-Gonadotropin) im Urin der Frau nachgewiesen werden. Dieses Hormon wird nur vom Fötus oder der Plazenta gebildet und kann daher auch nur in der Schwangerschaft nachgewiesen werden. Über die in Apotheken und Drogerien erhältlichen Teststreifen ist eine Schwangerschaft nach 14 Tagen bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% nachzuweisen. Der Test sollte wenn möglich am Morgen gemacht werden, da zu diesem Zeitpunkt die hCG-Konzentration am höchsten ist. Bei einem positiven Resultat des Tests sollte die Frau für weitere Untersuchungen einen Gynäkologen aufsuchen. Im Falle einer negativen Diagnose gilt für Frauen ohne Kinderwunsch ebenfalls, das Ergebnis besser nochmal über einen Bluttest absichern zu lassen.
Schwangerschaftsnachweis mit dem Blut-Test
Da in den ersten Wochen der Schwangerschaft die Konzentration des Hormons hCG im Urin noch so niedrig sein kann, dass der Urin-Test kein positives Ergebnis liefert, kann zum Ausschluss eines falschen negativen Testergebnisses das Hormon auch eine Blutuntersuchung vorgenommen werden. Etwa neun Tage nach der Befruchtung befinden sich im Blutserum für einen Nachweis ausreichende Mengen von hCG.
Falsch positive Ergebnisse
Gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft kommt es zu spontanen Frühgeburten und einem Abgang der Frucht. Um diesen Zeitpunkt herum ist es möglich, dass die Konzentration des Hormons noch hoch genug ist, um ein positives Testergebnis zu liefern, obwohl die Schwangerschaft schon nicht mehr besteht. Desweiteren ist es möglich, dass durch die sog. Chorionzellkarzinome und andere auch andere Keimzelltumore eine Schwangerschaft angezeigt wird. Nicht zuletzt deshalb ist der Besuch des Gynäkologen nach jedem positiven Testergebnis verpflichtend.
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