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Fehlgeburt

Geschrieben am 14. Juli 2009

fehlgeburtAls Fehlgeburt wird das vorzeitige Ende einer Schwangerschaft bezeichnet, bevor das Kind selbständig lebensfähig ist. Mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft wird das Risiko für eine Fehlgeburt geringer, es sind aber trotzdem immerhin noch 20% aller bekannten Schwangerschaften betroffen. Etwa 30% aller Frauen haben im Laufe ihres Lebens eine Fehlgeburt.
Die häufigsten Ursachen für eine Fehlgeburt sind genetische Defekte des Embryos, Infektionen oder  hormonelle Störungen der Mutter, sowie Fehlbildungen der Gebärmutter bzw. der Plazenta. In seltenen Fällen kommt es auch zu einer Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind, die aber heute schon im Vorfeld behandelt werden kann.
Die typischen Symptome für eine Fehlgeburt sind starke vaginale Blutungen und das Einsetzen von vorzeitigen Wehen. Allerdings sei gleich an dieser Stelle gesagt, dass diese Symptome auch harmlos sein können. Die gleichen Symptome können bei ganz normal verlaufenden Schwangerschaften auftreten. Gerade bei leichten Blutungen reagieren viele Schwangere mit Panik, weil ihnen die entsprechenden Kenntnisse fehlen. Im Körper einer schwangeren Frau gehen so viele radikale Veränderungen vor sich, dass es immer wieder zu Beschwerden, wie harmlosen Blutungen, kommen kann. Auch vorzeitige Wehen bedeuten oft nur, dass sich die Mutter etwas schonen und ausruhen muss. Auf eine Selbstdiagnose darf sich aber niemand verlassen. Nur ein Arzt kann anhand eines Ultraschalls eine genaue Diagnose und eine eventuelle Behandlung verordnen.

Einteilung der Formen der Frühgeburt
Abhängig von der Schwangerschaftswoche  spricht man einem Frühestabort , einem Frühabort und einem Spätabort.
Der Frühestabort fällt meist mit der erwarteten Regel zusammen und muss von der Frau nicht unbedingt als Fehlgeburt wahrgenommen werden, oft berichten die Frauen nur von einer verspäteten und starken Regelblutung. Meistens sind genetische Schäden Ursache für eine Frühgeburt in dieser Phase der Schwangerschaft..
Von einem Frühabort spricht man bis zur 16. SSW, bis zur 24. SSW handelt es sich um einen Spätabort. Ab einem Gewicht des Fötus von 500g spricht man von einer Totgeburt, die dann auch standesamtlich gemeldet werden muss.

Diagnose
Die Diagnose wird normalerweise per Ultraschall getroffen. Sind in der Gebärmutter Blutungen aufgetreten, dann gilt das als Anzeichen einer Frühgeburt, die aber in einigen Fällen nicht zum Abbruch der Schwangerschaft führen muss.

Therapie
Bei Verdacht auf einen Abort sollte umgehend ein Krankenhaus aufgesucht werden. Dort kann nach der Diagnose sofort mit der Therapie begonnen werden, abhängig von der Art des Aborts. Bei einen Abortus imminens (drohender Abort) wird versucht die Schwangerschaft zu erhalten. Die Frau bekommt unbedingte Bettruhe verordnet, die Gabe von beruhigenden Medikamenten und Magnesium, zur Unterdrückung der Wehentätigkeit, ist empfohlen.
Beim Abortus incipiens bzw. incompletus (beginnender bzw. unvollständiger Abort) ist eine Rettung des Fötus nicht möglich und man wird versuchen, den Abort durch Ausschabung oder Absaugung zu beenden.
Der seltene Fall des Missed abortion, beim dem das Kind unbemerkt verstirbt vor, muss die Fehlgeburt mit Hilfe von Medikamenten eingeleitet werden.

Komplikationen
Nach einer Frühgeburt gibt es eine Reihe von möglichen Beschwerden, die meistens den Bereich der Eierstöcke und Eileiter betreffen. Hier kann es zu Entzündungen kommen, die entsprechend behandelt werden müssen.

Prognose
Nur in wenigen Fällen kommt es zu einem sog. Abortus habitualis, wenn eine Frau mehr als zwei Fehlgeburten erleidet. Nur etwa ein Prozent der Paare mit Kinderwunsch erleiden dieses Schicksal. In den meisten Fällen, auch wenn die Ursache für die Frühgeburt nicht geklärt werden kann, ist eine erfolgreiche Schwangerschaft jederzeit, auch nach einem Abort, wieder möglich. Frauen mit einer Fehlgeburt sollten daher nicht die Hoffnung aufgeben, dass sie eines Tages ein gesundes Kind zur Welt bringen werden. Aber natürlich ist der Verlust einer Schwangerschaft in jedem Fall ein tief einschneidendes Erlebnis, das viele Frauen auch an Selbstbewusstsein verlieren lässt. Hier ist es wichtig, dass der Ehemann oder Partner der Frau entsprechend Unterstützung und Verständnis zukommen lassen muss.

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1 Kommentar zu “Fehlgeburt”

  1. Desiree sagt:

    Hm hallo…
    Ich hab mir den text hier gerade durchgelesen da ich gestern selber erfahren hab das ich eine Fehlgeburt hatte…es ist noch total der schock für mich irgendwie und tut auch total weh…aber der obere Text wegen den Fehlgeburten Wieso hat mein arzt mir denn immer gesagt das die kleine gesund ist ? :’(

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