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Eileiterschwangerschaft

Geschrieben am 20. Juli 2009

EileiterschwangerschaftBei der Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) nistet sich die befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter, bereits in die Schleimhaut, des Eileiters ein. Kommt es dabei nicht zu einem spontanen Schwangerschaftsabbruch und fängt der Embryo im Eileiter an zu wachsen, spricht man von einer Eileiterschwangerschaft. Da der Eileiter sehr klein ist, kann eine Schwangerschaft in diesem Bereich für die Frau lebensbedrohlich werden. Daher ist es wichtig eine Eileiterschwangerschaft rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Ablauf und Erkennen der Eileiterschwangerschaft
Schwangerschaften beginnen immer außerhalb der Gebärmutter, weshalb die Diagnose einer Eileiterschwangerschaft auch schwer ist.  Erst nach etwa 3 – 5 Tagen erreicht die befruchtete Zelle im Normalfall die Gebärmutter, ist aber auf dem Ultraschall noch nicht erkennbar. Die Symptome einer Eileiterschwangerschaft stimmen zu Beginn mit einer normalen Schwangerschaft überein. Die Menstruation bleibt aus und die Werte des Schwangerschafts-Hormons hCG liegen im normalen Bereich.
Zu Beginn kann man eine Eileiterschwangerschaft nur durch das Auftreten von Schmierblutungen und einer Schmerzempfindlichkeit im Bauch vermuten. Erst nach einigen Wochen ist der Fötus groß genug, um die Lage per Ultraschall zu bestimmen. Da es bereits ab dieser Zeit zu einer lebensbedrohlichen Eileiterruptur kommen kann, ist eine Untersuchung Zeitraum besonders wichtig.

Häufigkeit
Es gibt keine genauen Angaben über die Häufigkeit von Eileiterschwangerschaften, da eine unbekannte Anzahl von Frühgeburten mit der normalen Menstruation ablaufen und die Frauen keine Arzt aufsuchen. Häufig wissen sie noch nicht mal von einer Schwangerschaft.
Die meisten Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter treten im Teil des Eileiters auf, der als Ampulla tubae uterinae bezeichnet wird. Dieser Teil gehört, vom Eierstock aus gesehen, zum ersten Drittel des Eileiters. Obwohl sich der Eileiter zum Uterus hin verengt, sind Eileiterschwangerschaften in diesem Bereich seltener.
In ganz seltenen Fällen kann es auch zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft oder Eierstockschwangerschaft kommen. Anders als beim Eileiter besteht hier die lebensgefährliche Enge nicht, es gibt Fälle, in denen eine Bauchhöhlenschwangerschaft erfolgreich bis zur Geburt per Kaiserschnitt ausgetragen werden konnte. Aber auch bei diesen beiden Formen der Schwangerschaft besteht ein Überlebensrisiko, weshalb nach Diagnose der Fötus mit Medikamenten eine Abtreibung vorgenommen wird.

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