Permanent Make-up
Geschrieben am 28. Juli 2009
Als Permanent Make-up bezeichnet man eine kosmetische Behandlung, bei der lang haltbare künstliche Lidstriche oder Lippenkonturen tätowiert werden. Das Permanent Make-up ist keinesfalls wirklich dauerhaft, denn durch Bestrahlung mit dem ultravioletten Licht der Sonne zersetzen sich die verwendeten Farbpigmente im Laufe der Zeit und die Tätowierung verblasst stark. Wie lange das Make-up tatsächlich frisch aussieht, hängt vom Hauttyp, den verwendeten Farben und den Lebensgewohnheiten ab.
Der Vorgang des „Schminkens“
Bei der Herstellung des Permanent Make-ups werden, genau wie beim Tätowieren, mittels hauchdünner Nadeln Farbpigmente in die oberen Hautschichten implantiert. Diese Nadeln sind so dünn, dass es normalerweise zu keinen Irritationen der Haut kommt. Auch allergische Reaktionen auf die Farbstoffe sind unwahrscheinlich, da seriöse Anbieter nur Farben verwenden, die toxikologisch und mikrobiologisch getestet wurden und einen gesetzlich bestimmten und hohen Qualitätsstandard haben.
Es können Augenbrauen in ihrer Kontur unterstützt oder auch auffüllt werden, verschiedene Stärken von Lidstrichen können gezogen und Lippen können aufgefüllt werden. Im weitesten Sinne zum Permanent Make-up gehören auch noch künstliche Schönheitsflecken und auch Brustwarzen-Tattoos.
Natürliche Farbstoffe
Eine Alternative stellt die Verwendung von natürlichen Mineralfarbstoffen dar, da sich diese unter UV-Licht nicht zersetzen und daher länger ihre ursprüngliche Farbe behalten. Sie sind außerdem weder allergen noch krebserregend. Nachteil ist, dass die Mineralfarbstoffe mit den Jahren aus den Zellschichten der Oberhaut ausgespült werden und erneuert werden müssen, die Farben sind zudem teurer. Dass nach einigen Jahren eine Nachbehandlung notwendig ist, betrachten viele Kunden aber als Vorteil. Man kann sich so auf neue Modetrends einstellen, Farben verändern oder natürlich ganz auf ein Make-up verzichten.
Historisches
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts begann der Siegeszug des Tattoos. Die ersten Permanent Make-ups wurden in den in 30er angeboten, als kostenloser Service für die Kundinnen der exklusiven Schönheitssalons der Welt. George Burchett, auch als Kind of tattooists” bezeichnet, schreibt darüber in seinen Erinnerungen.
Nebenwirkungen
Menschen mit Autoimmunkrankheiten und Allergiker sollten auf ein Permanent Make-up verzichten, da es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann, die vorher nicht abzuschätzen sind. Es kann zu verschiedenen mehr oder weniger problematischen Reaktionen kommen. So treten manchmal nach der Behandlung Spannungsgefühle auf, es kommt zu Rötungen der Haut, zu Schwellungen und Infektionen oder allergischen Hautreaktionen.


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