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Fettabsaugen (Liposuktion)

Geschrieben am 21. Juli 2009

liposuction.Fettabsaugen ist in der heutigen Zeit immer beliebter geworden. Statt dem Übergewicht mit der richtigen Ernährung und etwas mehr körperlicher Bewegung zu begegnen, lassen sich die Menschen im OP ihre Traumfigur verpassen. Allerdings hat diese Methoden auch Grenzen. Gerade bei Männern befindet sich das Bauchfett meistens zwischen den Schlingen des Darms und kann von dort nicht abgesaugt werden. Geeignet ist die Methode des Fettabsaugens eher für die berühmten Pölsterchen, die nicht verschwinden wollen, auch wenn man bereits auf herkömmlichem Wege abgenommen hat. Typische Problemzonen sind der Bauch, die Hüfte, Beine sowie Kinn und Halspartien. Das Fettabsaugen sollte nicht als Weg zum Abnehmen, sondern als kosmetische Operation verstanden werden.

Die Operation

Wichtigste Entscheidung für den Patienten ist zu Beginn die Arztwahl. Es gibt leider viele Ärzte, die unverantwortlich und ohne entsprechende Erfahrung diese finanziell lukrativen Operationen anbieten. Hier sei ausdrücklich davor gewarnt. Es gibt in Europa ausreichend viele Kliniken, die sich auf Schönheitsoperationen und plastische Chirurgie spezialisiert haben und die Patienten mit der geforderten Fachkenntnis beraten und behandeln.
Das Fettabsaugen wird entweder unter einer Lokalanästhesie oder aber bei größeren Eingriffen auch unter Vollnarkose durchgeführt. Bei kleineren Eingriffen ist eine ambulante Behandlung möglich.

Aspirationslipektomie
Bei der sog. Aspirationslipektomie werden an den zu behandelnden Körperstellen kleinste Schnitte geführt. Anschließend werden kleine Kanülen unter die Haut ins Fettgewebe eingeführt und mit Druckluft das überschüssige Fett abgesaugt. Hierfür stehen verschiedene Techniken zur Verfügung.

Tumeszenztechnik
Zum Absaugen des Fettes muss dieses erstmal abgelöst werden. Dazu wird bei der Tumeszenztechnik über die Kanülen erstmal eine chemische Lösung ins Fettgewebe eingespritzt, um dieses aufzulösen. Anschließend werden in die Schnitte größere Kanülen eingeführt und der eigentliche Absaugvorgang kann beginnen.

Feintunnelungstechnik
Bei dieser Technik wird minimal-invasiv mit feinen Kanülen das Fett entnommen. Die Kanülen vibrieren in einer hohen Frequenz von bis zu 8000 Mal pro Sekunde und lösen so das Fettgewebe vom Bindegewebe und bereiten es zum Absaugen vor.

Wasserstrahl-Liposuktion
Das Lösen des Fettgewebes geschieht hier auch mit Flüssigkeit, allerdings wird nicht die chemische Wirkung genutzt, sondern mechanisch über einen pulsierenden Wasserdruck die Trennung der Gewebeschichten erreicht.

Ultraschallmethode und Lipopulsing
Über die Energie des Ultraschalls, welche direkt in das flüssige Fettgewebe abgegeben wird, löst sich das Fett von den Zellen und kann abgesaugt werden. Beim Lipopulsing wird der gleiche Effekt mittels elektromagnetischer Spannung erzielt.

Risiken

Beim Fettabsaugen kann es sowohl zu medizinischen, als auch ästhetischen Komplikationen kommen. Es können an den behandelten Stellen kleine Beulen auftreten, wenn das Fett nicht gleichmäßig abgesaugt wurde. Bei wenig erfahrenen Chirurgen kommt es auch immer wieder zu Asymmetrien zwischen den beiden Körperhälften, die später aufwändig entfernt werden müssen.
Medizinische Komplikationen sind eher selten und äußern sich in Blutergüssen, Infektionen, Thrombosen oder Embolien.

Nachbehandlung
Je straffer die Haut eines Menschen ist, umso wahrscheinlicher sind nach dem Absaugen gute Resultate zu erwarten.  Ist die Haut dagegen schlaff und sogar hängend, wie es oft nach Schwangerschaften oder radikalen Diäten der Fall ist, dann muss nach dem Absaugen des Fettes auch noch ein Teil der Haut chirurgisch entfernt werden.
Nach jeder Schönheitsoperation ist eine optimale Nachsorge wichtig. Da die behandelten Körperpartien in der Regel anschwellen und auch etwas Schmerzen, ist eine Kühlung mit Eis und die Einnahme von leichten Schmerzmitteln üblich.
Bis sich der Körper an seine neue Situation gewöhnt hat, sammelt sich meistens Flüssigkeit an den behandelten Stellen an. Diesem Effekt wird mit Kompressionskleidung begegnet. In den ersten Wochen nach dem Fettabsaugen sollte der Patient aufpassen, dass es nicht nahrungsbedingt zu größeren Gewichtsschwankungen kommt. Jede größere Veränderung kann dazu führen, dass später Unregelmäßigkeiten und hässliche Dellen entstehen.
Etwa vier Wochen nach der OP sind die Einschnitte verheilt und auch im Körper haben sich die Bedingungen wieder normalisiert und angeglichen. Nach diesen vier Wochen kann der Patient normal essen und trinken und wieder mit sportlichen Übungen beginnen. Natürlich ist es auch wichtig, die Narben mit entsprechenden Cremes nachzubehandeln.

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