Zahnmedizin
Geschrieben am 14. Juli 2009
Zahnerkrankungen nehmen weltweit immer mehr zu, selbst Kinder müssen immer häufiger schon mit Füllungen behandelt werden. Viele Eltern denken, die Milchzähne müssten nicht gepflegt werden, da sie später sowieso ausfallen, aber die Zahnheilkunde weiß, dass dies ein Irrtum ist. Haben Kinder schlechte Zähne, die vorzeitig gezogen werden müssen, dann hat das auch Auswirkungen auf die nachfolgenden Zähne. Wer mit seinem Kind regelmäßig zum Zahnarzt geht und für eine angemessene Mundhygiene sorgt, der kann viel bewirken.
Obwohl gerade in Deutschland Zahnersatz immer teurer wird und Zahnimplantate deshalb schon oft im Ausland vorgenommen werden, gehen die Menschen nicht häufiger zum Zahnarzt und kümmern sich besser um ihre Zähne. Die Zahnmedizin steht dem hilflos gegenüber, denn man kann ja schließlich niemanden zwingen, seine Zähne zu pflegen.
Zahnerkrankungen sind in erster Linie keine Frage des Aussehens, sondern können negative Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Es ist nachgewiesen, dass viele körperliche Schäden auf schlechte Zähne zurückzuführen sind. Entzündungen an den Zähnen können auf den Körper ausstrahlen und sogar Herzschäden verursachen. Deshalb ist es jedem dringend geraten, sich selber um gute Zähne zu bemühen. Der regelmäßige Gang zum Zahnarzt zur Prophylaxe ist wichtig, aber noch wichtiger sind eine gesunde Ernährung und eine regelmäßige Zahnpflege. Dazu gehören das Zähneputzen und eine Reinigung mit Zahnseide in den Zahnzwischenräumen
Die richtige Zahnpflege und Ernährung
Für die Auswahl der Nahrung gelten zwei Grundsätze: wenig Zucker und viel Arbeit für die Zähne. Wir essen immer seltener Lebensmittel, die noch richtig gekaut werden müssen. Das führt dazu, dass die Zähne nur noch wenig beansprucht werden. Kräftiges Kauen stärkt und durchblutet nicht nur das Zahnfleisch, sondern es reinigt auch mechanisch die Zähne und Zahnzwischenräume. Wir sollten regelmäßig frische Äpfel und frisches Brot essen, dann steigen die Chancen, keine Probleme mit den Zähnen zu haben.
Zähne müssen vor allem nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafen geputzt werden, damit sich keine Bakterien ansammeln und einnisten können. Wenigstens zwei bis drei Mal am Tag, mit einer guten Zahnbürste und Zahnpasta in kreisenden Bewegungen, drei bis vier Minuten lang, müssen die Zähne gründlich gebürstet werden, das letzte Mal direkt vor dem Schlafengehen. Am Abend sollten zudem die Zahnzwischenräume laut Empfehlung der Zahnheilkunde mit Zahnseide gereinigt und von Essenresten befreit werden. Nach der Reinigung kann man noch mit einem Mundwasser gurgeln, um mögliche Verletzungen des Zahnfleisches zu desinfizieren.
Einmal im halben Jahr sollte man zum Zahnarzt gehen, um Zahnstein entfernen zu lassen. Eine Paradontose-Behandlung sollte einmal im Jahr ausreichend sein, aber Ihr Zahnarzt wird Sie darüber informieren.
Behandlungsmethoden
Die Zahnmedizin entwickelt sich fortlaufend weiter. Die Behandlungen werden überwiegend schmerzfrei durchgeführt und wer Angst vor dem Zahnarzt hat, kann sich inzwischen sogar hypnotisieren lassen. Zahnersatz und Zahnimplantate werden in ihrer Qualität besser und sind oft von den eigenen Zähnen kaum noch zu unterscheiden. Die Zahnmedizin hat ihren Teil getan, nur müssen jetzt auch die Patienten noch ihren Teil tun und den o.g. Empfehlungen folgen. Wer das nicht tut, der landet schnell in der nächsten Abteilung, wo ihm dann unter größeren Schmerzen die Sünden der Vergangenheit bewusst gemacht werden.
Zahnchirurgie
Die zahnärztliche Chirurgie ist oftmals die letzte Möglichkeit, um einem Patienten noch zu helfen. Durch ständige Fäulnisprozesse und die anschließend notwendigen Füllungen, werden die Zähne immer dünner und poröser, bis sie brechen. Ist ein Zahn erst zerbrochen, dann kann er mit den normalen Mitteln eines Zahnarztes nicht mehr vollständig entfernt werden und der Gang zum Chirurgen wird notwendig.
Aber nicht immer ist mangelnde Zahnhygiene der Grund dafür, dass ein chirurgischer Eingriff notwendig wird. Die Zahnchirurgie hat vielfältige Aufgabengebiete, von der Wiederherstellung des ganzen Kieferbereichs nach einem Unfall, bis hin zur kosmetischen Schönheitsoperationen oder bei Schiefstellungen oder verwachsenen Zähnen. Die Gebiete sind fließend und gehen von der reinen Zahnchirurgie bis hin zur Gesichtschirurgie.
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