Krebs
Geschrieben am 8. Juli 2009
Bei Krebs handelt es sich um bösartige Wucherungen von Zellgewebe. Das oft verwendete Wort Tumor bezeichnet sowohl bösartige als auch gutartige Geschwüre, die manchmal nur einfache Verhärtungen sein können. Nicht zuletzt daher erklärt sich die hohe Anzahl von Fehldiagnosen bei der Brustkrebsdiagnostik.
Gutartige Geschwüre
In der Regel sind gutartige Tumore harmlos. Wir kennen sie als Muttermale, Leberflecken oder Fettgeschwülste. Wachsen sie aber zu einer Größe heran, dass sie auf lebenswichtige Organe oder Nerven drücken, dann können auch gutartige Tumore dem Menschen lebensgefährlich werden.
Bösartige Geschwüre
Bei Krebsgeschwüren hat sich das Programm der Zelle geändert. Krebszellen wachsen und vermehren sich fortlaufend und zerstören dabei das gesunde Gewebe. Sie verteilen sich in Form von Metastasen im ganzen Körper aus und siedeln sich in den Organen an.
Die häufigsten Formen von Krebs sind der Brustkrebs, der Lungenkrebs, der Hautkrebs, der Darmkrebs und der Prostata Krebs.
Die Ursachen für die Entstehung von Krebs sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es gibt Hinweise auf genetische Ursachen, die Gründe können aber auch in einer ungesunden Lebensführung (Rauchen, Alkohol) oder dem Einfluss von Umweltgiften oder Radioaktivität liegen.
Diagnose und Therapie von Krebs
Für eine erfolgreiche Behandlung ist ausschlaggebend, wann der Krebs erkannt wird. Befindet er sich erst im Anfangsstadium, dann bestehen bei fast allen Krebsarten hervorragende Heilungsaussichten. Haben sich dagegen schon im ganzen Körper Metastasen verteilt, sind die Erfolgsaussichten gering. Daher ist es auch wichtig, dass ab einem Alter von 40 bis 50 Jahren regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen werden.
Für die Behandlung von Krebs gibt es die verschiedensten Therapien. Bei den harten Formen des Krebs wird in der Regel am Anfang per Operation der Tumor entfernt. Danach beginnt eine Chemotherapie, die noch vorhandene Krebszellen abtöten und das Entstehen von neuen Zellen verhindern soll. Da sich die Krebszellen in ihrer Eigenschaft alle von einander unterscheiden, ist es wichtig, dass eine genaue Diagnose vorgenommen wird. Eine Gewebeanalyse bringt Sicherheit für die Wahl des richtigen Gegenmittels.
Krebs und seine Auswirkungen auf die menschliche Psyche
Schon die Entstehung von Krebs kann oft auf eine labile Phase des Patienten hindeuten. Psychische Faktoren spielen wie auch bei vielen anderen Erkrankungen eine große Rolle, da die eigene Immunabwehr geschwächt ist und Krankheiten mehr Angriffsfläche bietet. Bisher wird dieser Effekt aber nur angenommen, statistisch nachweisen lässt er sich nicht.
Krebspatienten und das Umfeld
Wer die Diagnose Krebs erhalten hat, der denkt öfters ans Sterben als vorher. Es wird uns bewusst, wie angreifbar unser Körper ist und wie wenig wir uns eines langen Lebens sicher sein können. Betroffene sind hier natürlich nicht nur die Patienten selber, sondern auch deren Angehörigen. Wichtig ist, dass die Familie den Krebspatienten unterstützt und ihm Zuversicht und Ruhe signalisiert. Ängstliches Verhalten wirkt sich negativ aus und setzt den Krebskranken noch mehr unter Druck. Wer nicht alleine in der Lage ist die Betreuung des Krebspatienten zu gewährleisten, der sollte unbedingt um Hilfe bitten. Manche Dinge lassen sich auch mit einem einfachen Gespräch aus der Welt räumen. Die Bekämpfung von Ängsten steht hier im Vordergrund, daher ist es für alle Beteiligten von großer Wichtigkeit, sachliche Informationen über die Krankheit zu erhalten. Immer wieder kommt es vor, dass scheinbar unheilbar Kranke doch wieder den Weg ins Leben zurückfinden. Aber natürlich auch mit dem Tod sollte man sich bei Zeiten auseinandersetzen. In der Familie oder Partnerschaft ist ein langsamer und besinnlicher Abschied, den man gemeinsam bestreitet, heilsamer, als das Verleugnen einer Todesgefahr.
Hilfe bei Krebs
Da die Diagnose Krebs die meisten Menschen unvorbereitet trifft und sie nicht wissen, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollen, ist es gut, dass es eine große Anzahl von Selbsthilfegruppen gibt, wo man sich mit Menschen austauschen und von deren Erfahrung profitieren kann. Niemand sollte sich scheuen, offen mit seiner Krankheit umzugehen, denn ist es keine Schande krank zu sein.

