Diabetes
Geschrieben am 20. Juli 2009
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel einher geht. Es gibt zwei unterschiedliche Formen der Diabetes, die Diabetes 1 und die Diabetes 2.
Der Typ-1-Diabetes tritt schon oft im jugendlichen Alter auf. Der Körper produziert kein eigenes Insulin, da die für die Produktion verantwortlichen Zellen in der Bauspeicheldrüse zerstört sind. Die Patienten müssen von klein auf regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel messen und Insulin spritzen.
Der Typ-2-Diabetes tritt meistens erst in den späteren Lebensjahren auf und entwickelt sich langsam, er beginnt langsam. Im Körper entsteht eine Desensibilisierung gegen die Wirkung des Insulins.
Symptome von Diabetes 1
Die Krankheit geht mit sehr typischen Symptomen einher und lässt sich leicht diagnostizieren. Die Betroffenen haben häufig starken Durst und Hunger, sie verlieren trotzdem an Gewicht, sind Anfällig für Infektionen und fühlen sich niedergeschlagen. Nach der Behandlung mit Insulin lassen die Symptome nach. Die Krankheit kann zwar nicht vollständig geheilt werden, es ist jedoch bei sorgfältiger Therapie ein beschwerdefreies Leben möglich.
Symptome von Diabetes 2
Typ 2-Diabetes hat die gleichen Symptome, sie treten jedoch oft erst spät auf, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist. So kann es dazu kommen, wenn die Krankheit unentdeckt bleibt, dass sich irreparable Spätschäden einstellen, die dem Betroffenen ein normales Leben nicht mehr möglich machen.
Die Behandlungsformen von Diabetes
Typ-2-Diabetes Patienten kann oft schon die Änderung der Lebensgewohnheiten helfen. Die Ernährung muss auf eine gesunde und fettarme Kost mit Anteilen an viel frischem Obst und Gemüse umgestellt werden. Zudem muss der Patient ein gewisses Pensum an sportlichen Aktivitäten absolvieren und sein Gewicht reduzieren. Hilft dies nicht mehr, so werden Medikamente verschrieben, die den Blutzuckerspiegel regulieren, es kann aber auch die Gabe von Insulin notwendig werden.
Beim Typ-1 Patienten hilft nur das Spritzen von Insulin. Die entsprechende Dosis muss den persönlichen Anforderungen entsprechend eingestellt werden. Wer hier nachlässig ist, der riskiert später Schäden an den Blutgefäßen. Durch die Schädigung der Gefäße können eine Reihe von Folgeerkrankungen entstehen, die im harmlosen Fall mit Erektionsstörungen beginnen und im schweren Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Es kommt auch immer wieder vor, dass Beine amputiert werden müssen, weil die Blutversorgung nicht mehr ausreichend ist.
Der Zuckerstoffwechsel bei Diabetespatienten
Der Traubenzucker im Blut gibt unseren Körperzellen die notwendige Energie, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Für die Aufnahme des Zuckers benötigt unser Körper die Hilfe des in der Bauspeicheldrüse produzierten Insulins. Haben wir Kohlehydrate gegessen, dann sendet der Körper die entsprechenden Befehle aus und veranlasst die Produktion von Insulin.
Die Zellen, die das Insulin produzieren, sind nach dem Forscher Paul Langerhans benannt und sind bekannt als die Langerhans’schen Inseln.
Verbreitung von Diabetes
Mit der Zunahme von Kaiserschnittgeburten stieg die Anzahl der Typ1 Diabetes-Fälle signifikant an. Der Zusammenhang ist auch nicht zufällig, sondern kann belegt werden.
Auch die Fälle von Diabetes 2 haben zugenommen und erklären sich durch eine zunehmend ungesunde Lebensweise in den modernen Industriestaaten. Die Menschen bewegen sich weniger, sie ernähren sich ungesund und leiden unter Übergewicht, alles Faktoren, die die Entstehung der Krankheit begünstigen.



