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Potenzmittel

Geschrieben am 28. Juli 2009

potenzmittel2Als Potenzmittel bezeichnet man Medikamente, die eine Erektion des männlichen Glieds auslösen oder verbessern können. Daneben gibt es noch die sog. Erektionshilfe, die auf mechanischem Wege zur Versteifung des Gliedes führen soll. Eingesetzt werden solche Mittel im Falle einer erektilen Dysfunktion (Impotenz) oder aber auch einfach zur Luststeigerung. Man unterscheidet bei den Potenzmitteln zwischen Initiatoren (erektionsauslösend) und Konditionierern (erektionsunterstützend).
Die Geschichte der Potenzmittel ist alt, schon seit Menschengedenken haben die unterschiedlichsten Zaubertranke und Wundermittel eine bessere Erektion und mehr Lust versprochen. Ob diese auch tatsächlich medizinisch sinnvoll waren oder einfach nur mittels Placebo-Effekt wirkten, ist nicht vollständig zu klären. Auch verschiedenen Speisen wird bis heute eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Dazu gehören z.B. Alraune, Sauerampfer, Distel, Artischocke und Muskatnuss.
Auch viele Drogen haben eine positive Wirkung auf die Libido von Mann und Frau, wobei mit Drogen nicht unbedingt verbotene Substanzen gemeint sein müssen. Es gibt eine große Anzahl an Mitteln, die entweder zur Luststeigerung (Hormone) oder zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion (Viagra) eingesetzt werden können.
Neben den oralen Potenzmitteln gibt es noch weitere Erektionshilfen und auch operative Verfahren, die den Patienten die Manneskraft wieder zurück geben sollen.

Neue Zeitrechnung durch Sildenafil (Viagra)
Vor der Entdeckung der sog. PDE-5-Hemmer wie Viagra, Levitra und Cialis war das Thema Potenzmittel von viel Irrationalität umgeben. Da wurden teure Tigerhoden verkauft, die Spanische Fliege versprach Wunder, brachte jedoch oft den Tod. Zahlreiche Scharlatane tummelten sich auf dem Markt der Potenzmittel und versprachen ihren Kunden Wunderdinge. Ganz offensichtlich lassen sich Männer ihre Potenz so einiges Kosten, denn die Umsätze der Branche waren und sind beträchtlich.
Viagra ist eine Zufallsentdeckung, die bei der Erforschung des Wirkstoffes Sildenafil gemacht wurde. Die Probanden berichteten, dass nicht nur wie beabsichtigt ihr Herzmuskel besser durchblutet wurde, sondern auch der Genitalbereich, was ja bekannter Maßen Vorrausetzung für eine Erektion ist. Der Pharmakonzern Pfizer wittert ein Riesengeschäft und konzentriert sich von da an um die Zulassung des Wirkstoffes als Medikament. Diese Zulassung wurde in den USA im Jahr 1998 erteilt. Seit dem hat Viagra schon vielen Paaren geholfen, einen lustvollen und befriedigenden Sex zu erleben. Inzwischen hat Pfizer Konkurrenz von anderen Konzernen bekommen, so dass die anfangs gigantischen Gewinne etwas zurückgegangen sind.

Schwellkörperinjektion, Penispumpen und Ringe
Um etwas Blut in den Penis zu bekommen, scheint den Männern kein Weg zu weit und zu aufwändig zu sein. Vor allem werden auch Schmerzen und Nebenwirkungen in Kauf genommen, die sich selbst bei sachgemäßer Anwendung einstellen können.
Bei der Schwellkörperinjektion erhält der Patient direkt in den Penis einen Wirkstoff injiziert, der den Bluteinfluss verbessert. Dies kann neben der beabsichtigten Wirkung jedoch auch zu schmerzhaften Dauererektionen und zu Narben im Schwellkörper führen.
Nicht weniger aufwändig ist der Einsatz von Penispumpen, Streckinstrumenten zur Penisverlängerung und Ringen, die den Rückfluss des Blutes unterbinden sollen. Da wird am Glied gedrückt, gesaugt, gestreckt und herum manipuliert, dass es eine wahre Freude ist.

Alternative Maßnahmen zur Potenzsteigerung
Liegt eine erektile Dysfunktion vor, so ist zu Beginn erst mal die Ursache festzustellen. Auch wenn die Medizin heute davon ausgeht, dass in den meisten Fällen körperliche Störungen vorliegen, so spielt die psychische Komponente immer noch eine große Rolle. Das zeigt nicht zuletzt der große Erfolg der eingesetzten Placebos. Bevor Männer also zur Pille greifen, sollten sie sich untersuchen lassen und eine Paartherapie in Betracht ziehen, hier kann nämlich sehr oft ohne Nebenwirkungen geholfen werden. Nicht selten spielen bei einem getrübten Liebesleben auch Stress, Leistungsdruck und auch eine mögliche Frigidität der Frau eine Rolle.
Auch die Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten kann einen positiven Einfluss auf die sexuelle Potenz der Männer haben. Rauchen schadet der Durchblutung des männlichen Gliedes enorm und kann als Lustkiller Nr. 1 bezeichnet werden. Das Nikotin sorgt für verkleinerte Blutgefäße und unterbricht die Zirkulation des Blutes. Daneben spielen Übergewicht und ungesunde Ernährung bei der Impotenz eine Rolle, da auch die leichten Vorstufen vieler ernährungsbedingter Erkrankungen schon negative Auswirkungen haben können.

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