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Herpes

Geschrieben am 28. Juli 2009

HerpesDie am häufigsten verbreitete Form des Hermes wird als  Herpes-Simplex-Virus 1 (HSV-1) und Herpes-Simplex-Virus 2 (HSV-2) bezeichnet. Sie wird durch den Herpes-Simplex-Virus hervorgerufen und betriff besonders den Lippen- oder Genitalbereich (Herpes simplex labialis und Herpes simplex genitalis). Die beiden Viren unterscheiden sich nur geringfügig.
Die Infektion mit dem Herpesvirus geschieht normalerweise unbemerkt, da Krankheitssymptome oft erst sehr spät oder gar nicht auftreten. Nach einer Infektion bleibt das Virus lebenslang im Organismus, was als persistierende Infektion bezeichnet wird. Wie beim HI-Virus gibt es bisher keine Möglichkeit, den Körper vom Virus zu befreien, man kann lediglich versuchen dessen Ausbreitung einzudämmen und ihn in einen Ruhezustand zu versetzen, um einen Krankheitsausbruch zu verhindern.
Herpes-simplex-Viren sind auf der ganzen Welt zu finden. Da die Viren oft schon im Säuglingsalter durch Speichelkontakt im Familienkreis erworben werden, sind sie in der Bevölkerung weit verbreitet. In Deutschland konnten im Rahmen einer Untersuchung bei ca. 90 % der Bevölkerung Antikörper gegen HSV 1 nachgewiesen werden.
Das HSV-2 wird nur durch einen Schleimhautkontakt übertragen, daher ist dieser auch nicht ganz so stark verbreitet. Abhängig vom Alter und der sexuellen Aktivität liegen die Infektionsraten durchschnittlich nur bei 10% bis 50%

Verlauf der Krankheit
Am  häufigsten tritt Lippenherpes am Übergang zwischen der Gesichtshaut und den Lippen auf. Selten sind zusätzlich die Mundschleimhaut und das Zahnfleisch betroffen. Diese unangenehme und schmerzhafte Variante des Herpes wird umgangssprachlich als Mundfäule bezeichnet.
Eine Erstinfektion mit Herpesvieren verläuft oft nur mit geringen Symptomen. Oft bleiben sie sogar ganz aus. Etwa nur 30% der infizierten Menschen haben einmal in ihrem Leben als Folge der Reaktivierung des Virus HSV -1 eine sichtbare Bläschenbildung im Bereich der Lippen, die meistens nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Besonders betroffen sind Jugendliche, bei denen sich das Virus eher aktiviert, als bei älteren Menschen. Die Infektionskrankheit kann aber auch mit anderen Infektionskrankheiten einher und dann zu hohem Fieber führen. Besonders bei Kindern ist die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf höher, der dann mit einen generellen Krankheitsgefühl, Fieber und Kopfschmerzen einhergeht.

Geschichtliches zum Herpes

Die Bläschenkrankheit Herpes simplex genitalis wurde bereits vom griechischen Arzt Hippokrates in der Epoche um 400 v. Chr. als Symptom beschrieben. Spätestens die Römer müssen Kenntnis davon gehabt haben, wie sich das Virus überträgt, denn es ist bekannt, dass Kaiser Tiberius in den Jahren nach Christi Geburt das Küssen bei öffentlichen Zeremonien verbot, da eine zunehmende Ausbreitung des Herpes simplex labialis beobachtet wurde.
Im Europa war Herpes simplex labialis im 16. und 17. Jahrhundert weit verbreitet, obwohl die Übertragungswege bereits bekannt waren.

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