Magnetfeldtherapie
Geschrieben am 28. Juli 2009
Unser Körper besteht zu über 80% aus Wasser und er enthält viele Mineralien. Das könnte einen auf die berechtigte Idee bringen, dass sich Prozesse im Körper mit Hilfe von Magneten regulieren lassen. Schon in der Antike glaubten die Menschen an die heilende Wirkung von Magneten, der griechische Arzt Hippokrates beschrieb sogar den Einsatz von magnetischen Steinen in der Medizin. Die alten Ägypter trugen magnetischen Schmuck und auch die Römer waren von der positiven Wirkung der Magnete überzeugt.
Formen der Magnetfeldtherapie
Grundsätzlich wird in der Magnetfeldtherapie zwischen statischen und pulsierenden Magnetfeldern unterschieden. Diese werden in verschiedenen Frequenzen und Intensitäten über Röhren, Spulenmatten, Kissen oder Stäben erzeugt.
Es gibt auch die Magnetfeldresonanztherapie bzw. Pulsierende Signaltherapie, bei denen Wechselfelder angelegt werden. Das Magnetfeld pulsiert also nicht nur, sondern es wechselt während der Anwendung auch seinen Pol.
Anwendung
Grundsätzlich muss man zwischen einer medizinischen Anwendung und einer reinen Wellness-Behandlung unterscheiden. Im Bereich der Wellness werden meistens statische Magnetfelder verwendet, die zur Vorbeugung gegen Krankheiten und zur Entspannung dienen sollen. Dagegen arbeitet die Medizin mit aufwändigen Geräten, die auch einer Zulassung unterliegen.
Indikationen für eine Magnetfeldtherapie können Wundheilungsstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule, sowie Knochenbrüche oder Migräne sein.
Eine Therapie muss langfristig erfolgen, meistens sind wenigstens zehn Sitzungen notwendig, um einen Behandlungsfortschritt zu erzielen.
Zur Vorbeugung gibt es Geräte auch für den Heimbedarf, doch sind diese mit den in Kliniken oder Arztpraxen Behandlungsmöglichkeiten nicht zu vergleichen. Zur Gesundheitsvorsorge hat die Heimtherapie jedoch einen hohen Stellenwert und nebenwirkungsfrei.
Da Magnetfelder die Kleidung des Patienten durchdringen, ist die Behandlung einfach durchzuführen. Bei Knochenbrüche kann eine Therapie sogar durch den Gipsverband erfolgen. Magnetfelder dieser Größenordnung kann man nicht spüren, es stellt sich lediglich manchmal ein leichtes Wärmegefühl ein, dass vermutlich aber nur durch die Entspannung des Patienten hervorgerufen wird. Ähnliches geschieht ja auch beim Autogenen Training, wo die Muskelentspannung zu einem erwünschten Wärmegefühl führt.
Kontraindikationen
Die Magnetfeldtherapie ist ohne Nebenwirkungen und kann bedenkenlos auch ohne vorliegende Erkrankung zur Vorbeugung eingesetzt werden. Auch das Tragen von Magnetschmuck ist unbedenklich.
Lediglich Menschen mit einem Herzschrittmacher sollten darauf verzichten, um einen mögliche Wechselwirkung mit dem Magneten auszuschließen.
Wirkung der Magnetfelder
Bei der Reizweiterleitung in unseren Nerven spielen wechselnde elektrische Spannungen die entscheidende Rolle. Der chemische Vorgang, der diese elektrischen Spannungen verursacht wird seinerseits vom Austausch von Kalium-Ionen gesteuert (Kalium = Mineral) Nun wäre es nicht weiter verwunderlich, wenn Magneten einen Einfluss auf diesen Vorgang hätten.
Auch Prozesse in unsere Körperzellen unterliegen chemischen und physikalischen Prozessen, die vermutlich von Magneten stimuliert werden können. Bisher gibt es dazu jedoch nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen, lediglich der Behandlungserfolg gibt den Anwendern Recht.
Gesetzliche Krankenkassen lehnen eine Kostenübernahme für Magnetfeldtherapien bisher ab, bei privaten Krankenversicherungen kann es sich lohnen, einen Antrag auf Kostenerstattung zu stellen.
Weitere Informationen zur Magnetfeldtherapie finden Sie auf imedo.de.



