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Homöopathie

Geschrieben am 28. Juli 2009

Poppies,flowers in Montana de Oro State ParkJeder hat diese Wort schon irgendwann mal in seinem Leben gehört, doch nur die wenigsten Menschen können erklären, was es mit der Homöopathie auf sich hat. Da sich immer mehr Naturheilverfahren einer ständig wachsenden Beliebtheit erfreuen, steigt auch die Unübersichtlichkeit und es wird schwerer, die Überschneidungen und Unterschiede der einzelnen Bereiche zu begreifen.

Der Beginn der Homöopathie
Bereits im Jahr 1796 formulierte der Arzt, Chemiker und Apotheker Dr. med. habil. Samuel Hahnemann (1755-1843) die Grundgedanken und Prinzip, auf dem die Homöopathie bis heute basiert. Im Jahr 1810 veröffentlichte Hahnemann sein Buch „Organon der Heilkunst”, seit der Zeit das Standardwerk für homöopathisch behandelnde Ärzte ist.
Der Name “Homöopathie” ist der griechischen Sprache entnommen und bedeutet frei übersetzt “ähnliches Leiden”. Hier wird auch schon das Prinzip der Homöopathie angedeutet, die Patienten in winziger Dosis die Naturstoffe verabreicht, die bei gesunden Menschen in höheren Dosen genau diese Krankheit auslösen würden. Eine ähnliche Idee verwendet ja auch die Impfung.

Similia similibus curentur – Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden
Die nach individuellen Merkmalen des Patienten und seiner Krankheit gezielt ausgewählten Arzneimittel sind die Grundlage jeder homöopathischen Behandlung. Nach dem Prinzip der Ähnlichkeit von Krankheit und Krankheitsauslöser, wird für die Behandlung eines kranken Menschen ein Arzneistoff gesucht. Die künstlich ausgelöste „Krankheit“ soll dabei die bestehende tatsächliche Krankheit überlagern.
In der Zeit Hahnemanns wurden die verwendeten pflanzlichen, tierischen, mineralischen und chemischen Arzneien in den damals üblichen Gran-Dosen (1Gran = 0,06 Gramm) verabreicht. Da Hahnemann erkannte, dass es bei diesen Dosierungen zunächst zu einer Verschlechterung der Krankheitssymptomatik kam, bevor die Heilung einsetzte, beschloss er die Dosierungen herabzusetzen. So entstanden Mischverhältnisse, bei denen Wirkstoff und Alkohol oder Milchzucker zunächst im Verhältnis 1:100 vorlagen.
Zur Überraschung Hahnemanns stellte er fest, dass mit abnehmender Konzentration die Wirksamkeit der Arzneimittel zu nahm. So kam es zur Entwicklung von Verdünnungsverhältnissen, bei denen der Wirkstoffanteil unter der chemischen Nachweisgrenze liegt. Die ist auch einer der Punkte, mit dem Kritiker die Homöopathie angreifen.

Die homöopathische Untersuchung
Zu Beginn jeder homöopathischen Behandlung steht die sog. Anamnese. Der Patient wird nicht nur zu den Symptomen seiner Krankheit befragt, sondern der Arzt versucht sich ein möglichst vollständigen Bild des Patienten zu machen. Dabei geht es um Vorerkrankungen, um die private und berufliche Situation des Patienten und nach geistigen Symptomen des Patienten, wie z.B. Gemütsregungen, Eifersucht, Rachegefühlen oder Ängsten.
Zur Auswahl der richtigen Behandlung muss der Arzt wissen,  unter welchen Umständen eine Verbesserung der Krankheit eintritt. Bei Ruhe oder Bewegung, bei Kälte oder Wärme oder haben Berührungen und Druck einen Einfluss auf den Patienten?

Die Homöopathie will nicht in erster Linie die Symptome einer Krankheit, sondern deren Auslöser bekämpfen, daher interessiert sie sich nicht nur für die Erkrankung, sondern für den ganzen Menschen, mit alle seinen Vorlieben oder Abneigung, für Träume und evtl. auch für sein Sexualverhalten.

Homöopathische Arzneimittel
Homöopathische Medikamente enthalten natürliche Stoffe in einer extremer Verdünnung, in der Homöopathie als Potenzen bezeichnet. Damit kommen sie dem Wunsch vieler Menschen für eine sanfte Medizin entgegen. Natürlich liegen diese Verdünnungen in der Natur der Homöopathie und sind keine Marketingstrategie.
Die Auswahl des richtigen Medikaments lässt sich in keiner Liste vollständig ablesen, doch gibt es das sog. Repertorium, das als Symptomverzeichnis benutzt wird. Hier findet der Arzt eine Liste der Medikamente, die in Versuchen mit gesunden Menschen jeweils Symptome der zu behandelnden Krankheit ausgelöst haben. Diese Ergebnisse muss der Arzt nun mit seinen speziellen Kenntnissen über die Natur der Krankheit und den individuellen Kenntnissen über den Patienten zusammenfügen.
Da Medizin ein komplexes Gebiet ist, dass sich auch fortlaufend weiterentwickelt, tauschen homöopathisch behandelnde Ärzte  gegenseitig ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus. Genau wie in anderen Naturheilverfahren spielen „Versuch und Irrtum“ eine gewissen Rolle, denn am besten lernt der Mensch durch Erfahrung. Natürlich bedeutet dies nicht, dass Patienten als Versuchskaninchen missbraucht werden, sondern nur, dass eben Erfolge und Misserfolge von Behandlungen dokumentiert werden.

Ein beliebtes homöopathisches Heilmittel ist die Yamswurzel, welche eventuell zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden beitragen kann.

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