Yoga
Geschrieben am 21. Juli 2009
Yoga kommt aus Indien und ist eine form der körperlichen und geistigen Betätigung, die sich positiv auf unseren Körper und Geist auswirken soll. Tatsächlich bestätigen immer mehr Studien diesen Effekt. Den Erkenntnissen zu Folge führen Bewegungsprogramme wie Yoga zu einer größeren Zufriedenheit und verringern das Krankheitsrisiko. Die bewusste Beschäftigung mit sich selber, wie sie in den Yoga-Übungen praktiziert wird, steigert das Selbstwertgefühl, verbessert die eigene Körperwahrnehmung und – koordination und trägt dazu bei, dass Menschen bewusster leben. So kann Yoga zum Beispiel auch Erfolge im Kampf gegen Essstörungen verzeichnen, da im Gegensatz zu reinen Sportübungen die meditativen Anteile zu einer größeren Entspannung und Ausgeglichenheit führen und dem Menschen die Kraft verleihen, die notwendigen Lebensveränderungen auch dauerhaft und erfolgreich vorzunehmen. Während Aerobic einfach nur den Kalorienverbrauch erhöht, kann man mit Yoga die negative psychologische Programmierung umkehren, die bisher dafür verantwortlich war, dass der Mensch Dinge getan hat, von denen er wusste, dass sie seinem Körper schaden.
Yoga im Alltag
Während die meisten Menschen weder Zeit noch Lust haben, sich täglich im Fitnessstudio zu schinden, sind die moderaten Yoga-Übungen gerade dazu geschaffen, sie täglich zu absolvieren. Sie wirken ausgleichend auf Körper und Geist und benötigen nur wenig Zeit. Zwischen Bett und Frühstück sind nicht mehr als 15 Minuten, um einige wenige konzentrierte Yoga-Übungen zu machen. Die vielleicht bekanntesten Übungen findet man unter dem Namen „Die Fünf Tibeter“. Sie beinhalten gymnastische Übungen, wie wir sie alle ähnlich schon kennen. Je nach Anzahl der Wiederholungen sind sie schon ausreichend, um einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden des Menschen auszuüben.
Die Geschichte des Yoga
Die Wurzeln des Yoga führen weit zurück, bereits um 700 v. Chr. gibt es die ersten Beschreibungen von Atemübungen, wie sie für Yoga typisch sind. In den folgenden Jahrhunderten finden sich immer mehr Texte, die Yoga beschreiben. Aus Indien kommend, ist Yoga eng verbunden mit dem Hinduismus und Buddhismus und beschränkt sich auch nicht auf den Erhalt der körperlichen und geistigen Gesundheit. Vielmehr sind religiöse Motive stark im Yoga verwurzelt. Die Hingabe zu Gott, das selbstlose Handeln und die intellektuelle Erkenntnis sind wichtige Teile des Yoga, so wie es vielleicht manche bereits aus den Lehren des Zen kennen.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich immer mehr Schulen des Yoga gebildet, deren Lehren sich aber nur zum Teil für uns erkennbar unterscheiden. Da Yoga inzwischen auch in der westlichen Welt fester Bestandteil der anerkannten Lehren von Körper und Geist ist, haben sich natürlich auch hier eigene Formen gebildet. Die meisten davon haben sich vom spirituellen Hintergrund gelöst und praktizieren Yoga als reine Bewegungslehre.
Yoga als Therapie
Zum Erhalt oder zur Wiederherstellung von körperlicher und geistiger Gesundheit ist Yoga ein geeignetes Mittel und hat auf diesem Gebiet nachweislich Erfolge erzielt. Die Beschäftigung mit sich selbst, das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers, die körperliche Betätigung und die meditative Ruhe helfen bei vielen Krankheiten. Aber auch Süchte können mit Yoga behandelt werden. Eßstörungen genauso wie Nikotinsucht oder Alkoholabhängigkeit.
In Deutschland ist es möglich, sich Yogakurse von den Krankenkassen erstatten zu lassen. Diese haben die positive Wirkung von Yoga, gerade auch im präventiven Bereich, erkannt und unterstützen daher solche Initiativen. Besonders bei nervösen Erkrankungen oder bei Schmerzpatienten hat Yoga eine positive und beruhigende Wirkung, die den Patienten ein Stück von Lebensqualität zurück gibt.
Yoga-Übungen können bei falscher Anwendung auch schädliche Auswirkungen auf den Bewegungsapparat haben, deshalb sollte das Erlernen nicht aus Büchern, sondern unter fachkundiger Anleitung geschehen. Da sich Yoga zu einem Trend entwickelt hat, sind leider inzwischen auch viele Lehrer unterwegs, die den kommerziellen Erfolg in den Vordergrund stellen. Achten sie bei der Auswahl ihres Lehrers darauf, dass es sich um einen erfahrenen Yogalehrer handelt, wenigstens aber um jemanden, der sie persönlich bei den einzelnen Übungen begleitet. Yogaschulen mit Gruppen von zehn oder mehr Teilnehmern pro Kurs können unmöglich die Qualität vermitteln, die für ein Erlernen von Yoga nötig ist.



