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Grüner Star

Geschrieben am 20. Juli 2009

Grüner Star

Die Bezeichnung „Grüner Star“ ist eigentlich unwissenschaftlich und hat sich lediglich im Volksmund eingebürgert. Da durch die begriffliche Nähe zum „Grauen Star“ Verwechslungen auftreten können, spricht die Augenheilkunde lieber vom Glaukom und fasst damit Augenkrankheiten zusammen, bei denen es durch einen erhöhten Augeninnendruck zur Schädigung des Sehnervs, zur Einschränkung des Sichtfeldes und später zur Erblindung kommt.
Es wird in der Augenheilkunde zwischen den folgenden Formen des Glaukoms unterschieden: das primäre und sekundäre Offenwinkelglaukom, das Engwinkelglaukom und das angeborene Glaukom
Unter den Augenkrankheiten ist das Glaukom die häufigste Ursache für das Erblinden, wobei die weitaus häufigste Form des Glaukoms das primäre Offenwinkelglaukom ist. Besonders ältere Menschen sind von dieser chronisch schleichenden Augenkrankheit betroffen. Die Krankheit entwickelt sich über viele Jahre hinweg und wird oft erst sehr spät bemerkt, da zu Beginn keine Symptome auftreten.
Das sekundäre Offenwinkelglaukom tritt in Folge von anderen Augenkrankheiten auf.
Vom Engwinkelglaukom spricht man, wenn die zur Ausbildung der Krankheit führende Abflussschwierigkeiten nicht, wie beim Offenwinkelglaukom, direkt in der Abflusskammer, sondern zwischen Iris und Hornhaut entstehen.

Symptome des Grünen Stars
Das primäre Offenwinkelglaukom entwickelt sich sehr langsam, oft beginnen die ersten Veränderungen schon nach dem 40. Lebensjahr. Da zu Beginn keinerlei Symptome auftreten, wird die Krankheit nicht wahrgenommen und höchstens durch Zufall entdeckt. Im Alter treten dann Einschränkungen im Gesichtsfeld auf, es können auch durch Wassereinlagerungen Veränderungen in der Wahrnehmung von Lichtquellen auftreten, um die sich für den Patienten scheinbar kleine Höfe bilden.
Das akute Glaukom erkennt man dadurch, dass der Patient rote Augen mit lichtstarrer Pupille hat und zudem über Schmerzen und Sehstörungen klagt. Auch Übelkeit kann auftreten
Beim angeborenen Glaukom sind die Symptome lichtscheue und häufig feuchte Augen des Kleinkindes. Sie müssen unbedingt ernst genommen werden, damit mit der Behandlung nicht zu spät begonnen wird und es zu irreversiblen Schäden kommt.

Therapie
Da bei allen Arten des Glaukoms der Augeninnendruck erhöht ist, muss das Ziel jeder Therapie sein, diesen zu senken. Im ersten Schritt wird versucht, medikamentös die entsprechenden Erfolge zu erzielen. Erst danach wird eine Operation oder eine Behandlung mit dem Augen Laser in Betracht gezogen. Kann weder mit Medikamenten noch mit dem Laser der Augeninnendruck gesenkt werden, werden operativ kleine künstliche Abflusskanäle gelegt, durch die das Augenwasser abfließen kann.
Beim akuten Glaukom steigt der Augeninnendruck nicht als Folge von degenerativen, sondern von spontanen Veränderungen im Auge an. Entsprechend wird eine Therapie auch sofort notwendig, um eine Erblindung zu verhindern.

Vorbeugung gegen den Grünen Star
In erster Linie müssen Menschen mit Vorerkrankungen an den Augen regelmäßig zur Untersuchung, um den Augeninnendruck zu messen. Wird die Diagnose frühzeitig erstellt, gelingt die Therapie leichter, nur durch den Einsatz von Medikamenten, und es kann auf eine Operation verzichtet werden. Da alle degenerativen Prozesse im Körper von ungesunder Ernährung verstärkt werden, ist auch beim Grünen Star eine gesunde Ernährung hilfreich. Medikamente zum Senken des Augeninnendrucks vorbeugend zu nehmen, ist nicht empfohlen.

Prognose
Durch medikamentöse oder operative Therapien ist das Glaukom erfolgreich zu behandeln und der Augeninnendruck kann gesenkt werden. Leider setzt sich jedoch die Degenration des Sehnervs weiter fort, so dass es auch bei behandelten Patienten später noch zur Erblindung kommen kann. In der Regel bleibt es aber bei einer nur leichten Beeinträchtigung des Sehvermögens. Inzwischen hat die Forschung auch auf diesem Gebiet große Fortschritte gemacht und es ist davon auszugehen, dass die Augenheilkunde irgendwann in der Lage sein wird, diese Krankheit vollständig in den Griff zu bekommen.
Bleibt die Krankheit dagegen vollständig unbehandelt, führt sie zwangsweise irgendwann erst zur Gesichtsfeldeinschränkung und später zur Erblindung.  Diese Schädigungen können nicht wieder rückgängig gemacht werden, sie sind irreversibel.

Weitere Informationen zum Thema Grüner Star finden Sie auf imedo.de.

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