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Dialyse

Geschrieben am 21. Juli 2009

Dialysis

Die Dialyse ist auch unter dem Begriff der Blutwäsche bekannt, denn es werden bei der Dialyse Substanzen aus dem Blut entfernt und es wird gereinigt. Diese Aufgabe übernimmt normalerweise beim gesunden Menschen die Niere. Sie filtert Harnstoffe, überflüssiges Wasser und andere Giftstoffe aus dem Blut. Ist beim Menschen die Funktion der Niere stark gestört, dann ist es nötig, das Blut mit Hilfe einer künstlichen Niere zu reinigen.
Es gibt zwei verschiedene Arten der Dialyse. Die extrakorporale Dialyse findet außerhalb des Körpers statt. Das zu reinigende Blut wird dem Kreislauf entnommen, in einer künstlichen Niere gereinigt und dem Organismus wieder zugeführt. Bei der zweiten Variante, der Bauchfelldialyse, wird innerhalb des Körpers eine künstliche Nierenfunktion simuliert.
Die Dialysebehandlung ist für die Menschen, deren Nieren nicht mehr in dem erforderlichen Maße arbeiten, zum Überleben unverzichtbar. Ohne diese Blutwäsche würden die erkrankten Personen innerhalb kürzester Zeit an einer inneren Vergiftung durch die eigenen Stoffwechselprodukte sterben.

Häufigkeit und Auftreten von Nierenversagen
Die Mehrheit der Dialysepatienten ist älter als 60 Jahre. In Deutschland sind ca. 60.000 Menschen auf die Dialyse angewiesen, mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an. Ursache für ein Nierenversagen ist in den meisten Fällen ein länger bestehender Diabetes Typ 2, der zur Zerstörung des Filtersystems der Nieren führt. Vorbeugende Maßnahmen sind also im Bereich der Lebens- und Essgewohnheiten zu suchen.
Nierenversagen kann in Folge von Medikamenteneinnahme auftreten, ebenso kann eine Nierenentzündung zum Versagen des Organs führen.
Die Diagnose erfolgt in aller Regel im Krankenhaus, wo die entsprechenden Laboruntersuchungen zügig vorgenommen werden und die Dialyse sofort beginnen kann.

Extrakorporale Dialyse
Bei der extrakorporalen Dialyse wird Blut mit Hilfe eines Katheders aus einer Vene entnommen und mit einer Pumpe in einen Filter geleitet. Hierzu sind bestimmte Vorbereitungen notwendig, damit die Vene das Blut in der benötigten Menge und Geschwindigkeit zur Verfügung stellen kann. Auf eine genaue Beschreibung des Dialysegerätes wird verzichtet, da es nur für Fachleute verständlich und von Interesse ist. Nur so viel sei gesagt, das verunreinigte Blut wird über eine Pumpe in einen Zylinder befördert, in dem es durch verschiedene Membranen gepresst wird, um es von Harn- und Schadstoffe zu befreien.

Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse)

Die Bauchfelldialyse gilt als schonende Art der Dialyse, die Anwendung ist jedoch rückläufig und kommt nur bei etwa 5% der Dialysepatienten zum Einsatz. Bei der Bauchfelldialyse wird das Bauchfell des Patienten als halbdurchlässige Membran genutzt und die Bauchhöhle dient als Behälter für das Dialysat. Über einen Katheter wird die Dialyselösung in den Körper eingespritzt. Durch ein Konzentrationsgefälle diffundiert Flüssigkeit durch die kleinen Kapillaren des Bauchfells und wird vom Dialysat gereinigt.

Prognose
Eine allgemeine Prognose für Dialysepatienten kann nicht getroffen werden, da sie stark vom Lebensalter des Patienten und von der Grunderkrankung abhängig ist. Etwa 50% der Dialysepatienten erleben die ersten 5 Jahre, allerdings lässt der Umkehrschluss nicht die Vermutung zu, dass die andere Gruppe an den Folgen des Nierenversagens verstirbt. Die häufigste Todesursache von Dialysepatienten sind Herzerkrankungen, z.B. ein Herzinfarkt, der als Folge der verschiedensten Vorerkrankungen eintritt und nicht als Folge des Nierenversagens. Werden vorbeugend Maßnahmen ergriffen, um einem möglichen Herzinfarkt zu begegnen, dann ist das Sterberisiko der Dialysepatienten nicht höher als in der vergleichbaren Gruppe mit einer gesunden Niere.
Die Lebensqualität der Dialysepatienten ist sehr unterschiedlich. Ein Teil von ihnen kann einer geregelten Arbeit nachgehen und gewöhnt sich an die Einschränkungen, die sich mit der Abhängigkeit von einer regelmäßigen Blutwäsche ergeben, andere hingegen können ohne regelmäßige Betreuung nicht mehr alleine leben.
Viele Dialysepatienten warten in Deutschland auf eine Spenderniere, doch ist die Anzahl der Spender zu gering, sodass die durchschnittliche Wartezeit bei etwa sechs Jahren liegt. Die Transplantation ist inzwischen eine Routineoperation und es bestehen hervorragende Aussichten auf eine Heilung.

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