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Cholesterin

Geschrieben am 8. Juli 2009

cholesterinCholesterin, auch unter dem Namen Cholesterol bekannt, gehören zu der Gruppe der Kohlenwasserstoffe. Der menschliche Körper produziert selber Cholesterine, sie werden aber vom Organismus auch über die Nahrung aufgenommen. Sie befinden sich ausschließlich in tierischen Produkten, Pflanzen enthalten kein Cholesterin. Etwa ein Drittel des Cholesterins nehmen wir mit der Nahrung auf, zwei Drittel produziert der Körper selber. Überschüssiges Cholesterin scheidet der gesunde Körper wieder aus, weshalb ein erhöhter Cholesterinwert auch nicht in direktem Zusammenhang mit cholesterinreicher Nahrung steht. Diese Erkenntnisse sind jedoch noch etwas neuer, bisher glaubte man immer, zur Senkung des Cholesterinspiegels sei es hilfreich, cholesterinarme und pflanzliche Nahrung zu essen.
Natürlich benötigt der Körper Cholesterin, sonst würde er es ja nicht selber produzieren. Es dient zum Aufbau von Steroidhormonen wie Östrogenen, Gestagenen und Androgenen. Außerdem ist es notwendig für die Produktion von Gallensäure in der Leber.
Cholesterin wird entsprechend seiner Zusammensetzung in gute und schlechte Cholesterine eingeteilt. Da es nur schwer wasserlöslich ist, wird es von einer Art Fettschicht umgeben, den Lipoproteinen, die den Transport im Blut ermöglichen. Haben diese Lipoproteine eine geringe Dichte, dann spricht man von LDL (Low Density Lipoprotein), haben sie eine hohe Dichte, dann bezeichnet man sie als HDL (High Density Lipoprotein)

Low Density Lipoprotein
Cholesterine, die von einem LDL umgeben sind, werden als schlecht eingestuft. Ist der Anteil von LDL im Blut zu hoch, so kann es in letzter Konsequenz zu einem Herzinfarkt kommen.
Das LDL-Cholesterin wird im Körper über Rezeptoren vom Blut in die Zellen geleitet, wo es abgebaut wird. Ist nun zu viel LDL im Blut oder funktionieren die Rezeptoren nicht ausreichend, so führt das zu Arteriosklerose, das heißt es bilden sich Ablagerungen an den Blutgefäßwänden, die mit der Zeit anwachsen und diese verstopfen können.

High Density Lipoprotein
Die HDL-Cholesterine wirken diesem Prozess entgegen, da sie in der Lage sind, LDL-Cholesterine von den Gefäßwänden wieder zu entfernen. Sie lösen die Ablagerungen und transportieren das schädliche LDL zur Leber, wo es abgebaut wird.
Zur Erhöhung des Anteils an HDL im Blut kann man spezielle Diäten machen. Die inzwischen berühmt gewordenen Omega-3-Fettsäuren, die wir zum Beispiel im Fisch finden, fördern die Bildung von HDL, dagegen haben die sog. Transfette die gegenteilige Wirkung und rechnen zu den schädlichen Fetten.

Erkrankungen durch erhöhten Cholesterinspiegel
Besonders in den USA wurde Cholesterin als Herzinfarktursache Nummer 1 ausgemacht. Nicht zuletzt, weil in Tierversuchen ein Zusammenhang nachgewiesen werden konnte. Von cholesterinarmer Nahrung bis hin zu Medikamenten wurde alles angepriesen, was nur irgendwie damit in Verbindung gebracht werden konnte. Nun hat sich aber bei weiteren Tierversuchen herausgestellt, dass es zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Organismen gibt. Die einen sind in der Lage Cholesterin selber abzubauen und die anderen nicht. Das brachte die Wissenschaft in Erklärungsnot und heute wird das Thema differenzierter gesehen.
Inzwischen haben sich gerade in Deutschland die empfohlenen Maßnahmen geändert. Es geht jetzt bei Diäten darum, gezielt HDL zu fördern, um dem Körper zu helfen, selber für einen niedrigen Cholesterinspiegel zu sorgen. Neben der Auswahl an vielen ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung ist auch das Zählen von Kalorien und die Vermeidung von Zucker in den Vordergrund gerückt. Bewegung spielt eine große Rolle, weil hier der Blutdruck positiv beeinflusst wird, was wiederum einen positiven Effekt hat.

Vorbeugung
Eine der wichtigsten Regeln für die Vermeidung einer zu hohen Konzentration an den schlechten LDL-Cholesterolen ist die Vermeidung von gesättigten Fettsäuren, wie sie in vielen industriell hergestellten oder verarbeiteten Lebensmitteln vorkommt Inzwischen gibt es immer mehr Initiativen zum Verbot der sog. Transfette, in Kalifornien hat Arnold Schwarzenegger bereits ein entsprechendes Gesetz erlassen.
Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Alkoholgenuss oder Drogen wirken sich negativ aus. Ebenso unsere veränderte Lebensführung, die besonders bei Jugendlichen von immer häufigerem Sitzen vor TV oder Computer und fehlender Bewegung gekennzeichnet ist.
Die sog. Omega-3-Fettsäuren sind ungesättigt Fettsäuren und gehören damit zu den gesunden Fetten, die für die Produktion von HDL-Cholesterin verantwortlich zeichnen. Sie finden wir in tierischem Eiweiß, aber auch in Olivenöl.

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