Alzheimer
Geschrieben am 3. Juli 2009
Die Alzheimer-Krankheit gehört zu den Demenzerkrankungen, die mit einer Abnahme Gedächtnisleistung und Denkvermögen verbunden sind. Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Die Ursachen der Alzheimer-Demenz sind bis heute nicht vollständig zu erklären. Man weiß leidglich, dass einige Faktoren die Entstehung von Alzheimer fördern. Die Erkrankung verläuft in der Regel langsam und kontinuierlich. Der Zustand des Patienten verschlechtert sich mit den Jahren, am Ende ist er von der Pflege vollständig abhängig.
Definition und Historie von Alzheimer
Es war der Namensgeber Alois Alzheimer, der im Jahre 1906 erstmals eine “eigenartige Krankheit der Hirnrinde” beschrieb. Er konnte damals noch nicht ahnen, welche Bedeutung diese Entdeckung später für die neurowissenschaftliche Forschung haben würde. Gerade durch die gestiegene Lebenserwartung sind immer mehr Menschen an Alzheimer erkrankt.
Bei der Alzheimer-Krankheit werden nach und nach Nervenverbindungen zerstört und die Gehirnzellen schrumpfen. Das führt zu einer Reduzierung der Hirnfunktionen und beeinträchtigt das Gedächtnis. Auch das Verhalten und motorische Fähigkeiten sind dadurch stark beeinträchtigt.
In Europa ist Alzheimer viert häufigste Todesursache.
Diagnose
Das Auftreten der für Alzheimer typischen Beschwerden ist ein erstes Indiz. Neuropsychologische Tests können dann weitere Auskunft geben. Inzwischen kann mit den modernen Untersuchungsverfahren, wie der Magnetresonanztomographie und der Computertomographie, das Gehirn untersucht werden, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten.
Die Abgrenzung zu anderen Demenzerkrankungen gelingt aber nicht immer, doch die Krankengeschichte gibt mit der Zeit Auskunft darüber, um welche Krankheit es sich handelt.
Ursachen
Als Ursache für Alzheimer kommen in etwas 10% der Fälle genetische Faktoren in Frage. Beim größeren Teil der Patienten sind vermutlich die Lebensumstände und Lebensgewohnheiten verantwortlich für den Ausbruch der Krankheit
Es gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die eine Entstehung von Demenzerkrankungen im Alter begünstigen. Diese führen im ersten Schritt zu den bekannten Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schilddrüsenerkrankungen und im zweiten Schritt zu Alzheimer. Welchen direkten Anteil die Ernährung spielt, ist noch nicht abschließend geklärt.
Symptome
Die Erkrankung wird in ein frühes, ein mittleres und ein schweres Stadium eingeteilt. Erstes Symptom einer Altersdemenz kann die Unfähigkeit sein, sich neue Informationen zu merken. Die Umgebung bezeichnet das dann oft als Zerstreutheit.
In der zweiten Stufe gehen dem Patienten bereits erworbene Fähigkeiten verloren. Das Erinnerungsvermögen lässt nach oder ist getrübt. Der Patient hat Schwierigkeiten, sich auf unbekannte Situationen einzustellen, findet sich aber auch zunehmend in seiner ihm bekannten Umgebung nicht mehr zurecht. Es werden Worte vergessen oder bekannte Bewegungsabläufe durcheinander gebracht. Die Dinge des Alltags zu bewältigen, fällt den Patienten immer schwerer, sie verlernen ganz einfach, wie man kocht, wie man Besteck benutzt oder ein Telefon verwendet.
Im letzten und schwersten Stadium der Krankheit entwickelt sich der Patient zum Kind zurück. Die Betreuung eines alten Menschen mit Alzheimer hat viele Überschneidungen mit der Versorgung eines Säuglings. Die Menschen müssen gefüttert und gewickelt werden, ja sogar kindliche Reflexe, wie das Saugen oder Greifen treten wieder auf. Natürlich benötigen diese Menschen auch Hilfe beim Laufen, da ihre Koordination und der Gleichgewichtssinn gestört sind. Am Ende ist selbst das Kauen nicht mehr möglich und der Patient muss mit Brei gefüttert oder künstlich ernährt werden. Da der Körper in diesem Stadium bereits stark geschwächt ist, sind die Patienten anfällig für Infektionskrankheiten. Die Todesursache ist somit häufig eine Lungenentzündung, die nicht mehr auskuriert werden kann.
Alzheimer-Therapie
Eine Therapie gegen Demenzerkrankungen, die zur Heilung führen würde, gibt es bisher nicht, es gibt aber die Möglichkeit den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Hierfür steht eine Auswahl an Medikamenten zur Verfügung, deren Wirksamkeit stetig zunimmt. Für einige Jahre kann der Verfall so aufgehalten und die Lebensqualität erhalten werden. Gerade eine selbständige Lebensführung ist für das Wohlbefinden eines Menschen von unermesslicher Bedeutung.
Neben der medikamentösen Therapie ist eine gute Betreuung des Alzheimer-Patienten für den Krankheitsverlauf von Bedeutung, ganz egal, ob diese zu hause oder in einem Pflegeheim stattfindet.
Es gibt noch weitere Behandlungsmethoden, zum Beispiel die Milieutherapie, die Selbst-Erhaltungs-Therapie oder das Gedächtnistraining.

