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Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Geschrieben am 8. Juli 2009

Altersabhängige MakuladegenerationDie altersabhängige Makuladegeneration ist eine Augenerkrankung, bei der im Wesentlichen das scharfe Sehen beeinträchtigt ist. Sie führt nicht zur völligen Erblindung des Menschen, da aber scharfes Sehen nicht mehr möglich ist, sind die Fähigkeiten des erkrankten Menschen eingeschränkt. So sind Lesen, Autofahren oder präzise manuelle Tätigkeiten nicht mehr möglich. Lediglich das Laufen, zu dem man eine Orientierung im Raum benötigt, kann noch vorsichtig bewältigt werden.
Wie der Name schon sagt, ist die  altersabhängige Makuladegeneration eine Krankheit, deren Häufigkeit im höheren Alter zunimmt. Etwa ein Drittel der Menschen, die das 75. Lebensjahr erreicht haben, leiden bereits unter einer Frühform der Makuladegeneration.
Die AMD verursacht keine Schmerzen, daher merken Patienten in aller Regel die ersten Anzeichen für eine Erkrankung erst, wenn  beim Lesen das Schriftbild unscharf wird. Da besonders die Mitte des Sehbereiches betroffen ist, können hier verschwommene Flecken oder auch leichte Schatten auftauchen, die mit dem Verlauf der Krankheit größer und intensiver werden. Es ist auch möglich, dass farbliche Veränderungen oder Verzerrungen wahrgenommen werden. Wer die ersten Anzeichen dieser Erkrankung feststellt, sollte unbedingt sofort zum Arzt gehen, auch um eine sichere Diagnose zu erhalten.

Ursachen der altersabhängige Makuladegeneration
Die Ursache der AMD ist noch nicht abschließend erforscht. Es ist davon auszugehen, dass Stoffwechselprodukte im Laufe des Alterns die hinter der Pigmentschicht des Auges gelegene Makula schädigen. Die Makula ist die Stelle des Auges, an der das scharfe Sehen entsteht.
Auch wenn es im Alter viele generationsbedingte Sehkraftverluste gibt, ist bei AMD zu vermuten, dass genetische und exogene Faktoren das Auftreten der Krankheit begünstigen. Sie tritt vorwiegend in den modernen Industrienationen auf, wo vor allem die weiße Bevölkerung ein erhöhtes Risiko zur Ausbildung der AMD aufweist. Dunkle Hauttypen haben eine deutliche geringere Anzahl an erkrankten Menschen aufzuweisen.

Formen der altersabhängige Makuladegeneration
Man unterscheidet zwei Formen von AMD – die trockene und die feuchte Makuladegeneration. Der Krankheitsverlauf der trockenen Makuladegeneration ist charakteristisch langsam und fortschreitend, der Verlauf der feuchten Makuladegeneration schnell und heftig.
Die Diagnose kann ein Augenarzt erstellen, eine Behandlung durch Lasertherapien oder operative Eingriffe nur selten erfolgreich. Die einzige Hilfe für die alten Menschen ist das Tragen einer Sehhilfe, die lupenartig vergrößert und so das Sehen erleichtert. Leider ist dies nur eine geringe Hilfe. AMD ist eine Krankheit, die mit zunehmendem Alter fortschreitet und schlimmer wird, aber nicht zum völligen Erblinden führt. Eine Heilung ist nicht möglich, die Geschwindigkeit des Krankheitsverlaufs nicht vorhersagbar.

Vorbeugung und Risikofaktoren
Es ist müßig zu sagen, dass natürlich unsere alten Bekannten, nämlich Nikotin und Alkohol, als nicht förderlich angesehen werden. Andere Risikofaktoren sind zur Zeit nicht bekannt, eine Vorbeugung daher auch nicht möglich. Sicherlich kann es aber nicht schaden, den allgemeinen Ratschlägen für eine gesunde Lebensführung zu folgen, da natürlich eine ungesunde Lebensführung das Auftreten von fast allen Krankheiten begünstigt.
Was keinen Einfluss auf die Entstehung einer AMD hat, sind die Lesegewohnheiten. Es konnte inzwischen auch nachgewiesen werden, dass Lesen in der Dunkelheit oder bei schlechter Beleuchtung, kein negativen Einfluss hat. Diese Annahme hatte sich für viele Generationen in unsere Gesellschaft verbreitet, beruht aber auf keinerlei wissenschaftlichen Tatsachen.

Moderne Therapieformen
Die Augenheilkunde hat in den letzten Jahren ein neues und aufwändiges Verfahren entwickelt, mit dem es in Zukunft eventuell doch möglich ist, auf operativem Wege die Krankheit zu heilen. Bei einem chirurgischen Eingriff wird die Makula mit der Netzhaut zusammen vom Untergrund gelöst und auf noch intaktes Gewebe platziert. Diese Technik wird unter dem Namen Makularotation geführt und lässt nach ersten Erfolgen Hoffnung aufkommen, dass es in Zukunft eine Behandlung von AMD gibt. Bisher ist die Operation noch sehr aufwändig, da nach erfolgtem Eingriff auch noch der Augenmuskel behandelt werden muss, um zu verhindern, dass der Patient doppelt sieht.

Weitere Informationen zum Thema Makuladegeneration finden Sie auf imedo.de.

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